Kommt mit auf unsere Bavaria 39 "Atair"


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31.05.2011
Die Saison hat planmässig begonnen. Pünktlich am 9. Mai wurde Atair gekrant, nur 2 Tage später waren wir unterwegs nach Norden. In Kusadasi haben wir in die Türkei einklariert und es ging zügig weiter Richtung Istanbul. Ständiger Wind aus Nordost machte es uns nicht einfach, und so sind gut 500 Seemeilen in den ersten 3 Wochen ein guter Wert, denn meist bevorzugen wir ein gemächlicheres Segeln. Bedingt durch die Fahrt durch die Dardanellen musste allerdings viel motort werden. Am 26. Mai erreichten wir Istanbul. Jetzt bleibt uns reichlich Zeit, die Stadt zu besichtigen und auch noch ein paar Wartungsarbeiten zu erledigen, bevor es wieder, hoffentlich mit günstigem Wind, zurück nach Süden geht.
25.06.2011
Der erste Abschnitt unseres diesjährigen Törns ist beendet. "Einmal nach Istanbul und zurück" bescherte uns sehr vielfältige Eindrücke und Erfahrungen
Der Unterschied zwischen dem Leben nördlich von Izmir, besonders am Marmarameer, und dem in den touristischen Gegenden des Südens ist grösser als wir es erwartet hatten und wir sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.
Kultur kam natürlich nicht zu kurz. Von Canakkale aus besuchten wir Troja. Die Ausgrabungen sind für Laien nicht so spektakulär, aber das Gefühl, einmal dort gewesen zu sein ist grossartig. Das antike Ephesus dagegen bietet beeindruckende Fundstücke, die allerdings auch wesentlich jüngeren Datums sind.
Die nächsten Wochen verbringen wir mit der Familie im Gebiet zwischen Bodrum und Fethiye bevor es Anfang August wieder in griechische Gewässer geht.
16.07.2011
Die Familie hat den Urlaubstörn beendet, die Co-Skipperin ist ebenfalls für 4 Wochen nach Hause geflogen.
Atair kam für wenige Stunden in Fethiye aus dem Wasser, weil Nachbesserungen am Ruder notwendig schienen. Alles hat sich aber als harmlos erwiesen, und nachdem bei dieser Gelegenheit gleich noch ein Seeventil getauscht wurde war das Boot nach weniger als 3 Stunden wieder in seinem Element.
Der Skip vertreibt sich die Zeit mit einem Törn von Fethiye Richtung Osten. Vor dem berühmten Strand von Ölü Deniz ankernd kann man die Gleitschirmflieger beobachten, die vom fast 2000 Meter hohen Baba Dagi starten und am Strand in unmittelbarer Nähe der Badegäste landen. Die Ersten starten kurz nach Sonnenaufgang, die Letzten landen kurz vor Sonnenuntegang. Schade, das wäre auch noch ein Hobby - aber eins muss reichen.
Heute liegt Atair in der brandneuen Marina von Kas, ein bischen weiter nach Osten geht es die nächsten Tage noch und dann zurück in den Fethiye-Golf, der unendlich viel zu bieten hat.

12.08.2011
Europa hat uns wieder. Vor einigen Tagen ging es von Fethiye nach Marmaris, wo wir nach Rhodos ausklariert haben. Die Fahrt nach Rhodos war bereits recht ruppig, eine Starkwindphase kündigte sich an und zwingt uns, eine Nacht länger als geplant in der schönen Bucht von Lindos an der Südostküste von Rhodos zu bleiben, bevor es über Karpathos und Kasos weiter nach Kreta geht, unserem nächsten Zwischenziel.
21.09.2011
Der Weg entlang der Nordküste Kretas getaltete sich schwierig und anstrengend. Zur besten Meltemizeit mussten wir gegen einen kräftigen West/Nordwest und hohe Wellen ankämpfen. Erst westlich Rethimnon beruhigte sich das Wetter. Die Fahrt über Antikhytira und Kythira zum Peloponnes verlief eher ruhig mit angenehmen Windverhältnissen, aber gelegentlich auch Flaute.
Die Ferieninsel Elefonisos mit ihrem türkisfarbenen Wasser vor den schönen Sandstränden erlebten wir bei bestem Sommerwetter.
Sehr beeindruckt hat uns der mittlere Finger des Peloponnes. Diese Landschaft, die Mani, gehört zu den abgelegensten Griechenlands mit eigener Kultur und einer Lebensform, die bis in das letzte Jahrhundert hinein eher archaisch war, mit Familienfehden und Blutrache wie auf Sizilien. Entspechend waren die Häuser mit Wehrtürmen wie kleine Burgen ausgestattet, die heute noch erhalten sind.
Noch liegen wir in der Marina Kalamata, von einem Herbstgewitter aufgehalten, aber morgen soll es endlich zu den Ionischen Inseln weitergehen.

11.10.2011
Inzwischen sind wir unserem Ziel näher gekommen und bummeln noch ein wenig durch die Ionische Inselwelt. Auf dem Weg dorthin haben wir von Katakolon aus die heiligen Stätten von Olympia besucht. Von dort ging es weiter nach Zakynthos. Eigentlich wollten wir direkt weiter nach Ithaka segeln, aber ein starker Ostwind verblies uns nach Argostoli auf Kefallonia, was wir im Nachhinein nicht bereuten.
Auf Lefkas haben wir unseren Motor einer dringend notwendigen "grossen Wartung" unterziehen lassen, ein anschliessendes Schlechtwetter hielt uns weitere 2 Tage dort auf.
Unser Törn klingt aus, in wenigen Tagen werden wir Preveza erreichen, unsere "Atair" winterfest machen und nach Hause fliegen. Es wäre schön, wenn wir alte und neue Mitsegler in 2012 an Bord begrüssen können.